Dreistöckige Naked Cake Hochzeitstorte

Seit Monaten bereitete ich mich auf dieses Projekt vor. Was ich an Zeitschriften und Rezepte gewälzt habe, um eine einzigartige und geschmackvolle Hochzeitstorte zu kreieren. Mehrfach habe ich Probe gebacken und immer ist wieder etwas schief gegangen. Teig zu schwer, Füllung zu viel und quillt über … am liebsten hätte ich gesagt: ‚Naked Cake Hochzeitstorte und das dreistöckig … nicht machbar‘. Aber ich sagte mir, wenn die Generalproben alle schief gehen, dann gelingt die Premiere.

Und so war es dann auch. Einen Tag vor der Hochzeit, übrigens mit der heißeste Tag seit Wetteraufzeichnung, stand ich in der Küche und habe neun Böden gebacken. Die Höchsttemperatur in meiner Küche lag bei 31,5°C.
Am zweiten Tag habe ich dann die Füllungen zubereitet und die einzelnen Torten erstmal zusammengesetzt. Der Aufbau der finalen dreistöckigen Naked Cake Hochzeitstorte fand vor Ort statt.

Wer möchte, der kann nun gerne weiterlesen, dann jetzt folgen die Rezepte der einzelnen Torten.

Torte 1: Walnuss-Torte mit Johannisbeer-Curd, Quark-Sahne-Creme und Johannisbeeren (Ø 20cm)

Zutaten Teig:
(Teigmenge reicht für einen Boden, für Torte benötigt man dreifache Menge)
120 g weiche Butter
90 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
90 ml Ahornsirup
3 Eier
180 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
3 EL Milch
75 g gehackte Walnüsse

Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten. Auskühlen lassen.
Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Dann den Ahornsirup untermischen und die Eier einzeln gründlich unterrühren. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Butter-Ei-Masse rühren. Zuletzt die gerösteten Walnüsse unterheben.

Den Teig in einer gefetteten und mit Backpapier ausgelegten Springform (Ø 20cm) im vorgeheizten Ofen bei 170°C Ober-/Unterhitze im unteren Drittel für ca. 40 Minuten backen. Stäbchenprobe mit dem Zahnstocher nicht vergessen. Auskühlen lassen.

Für drei Böden, das ganze dreimal wiederholen.

Zutaten Johannisbeer-Curd: (Am besten am Vortag schon zubereiten)
250 g Johannisbeeren
3 EL Zitronensaft
3 EL Limettensaft
2 Eier
100 g Zucker
2 TL Stärke
125 g Butter

Johannisbeeren waschen und von den Rispen zupfen. Dann die Johannisbeeren mit Zitronen- und Limettensaft, Eiern und Zucker mit einem Pürierstab fein pürieren. Anschließend die Fruchtmasse durch ein Sieb streichen. Dann mit Stärke verrühren und in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze etwa 5 Min. eindicken lassen. Das Curd darf kurz aufkochen. Dann die Butter in kleinen Stücken zufügen und gut verrühren.
Das Johannisbeer-Curd in Schraubgläser füllen und verschließen. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank lagern. Das Curd ist etwa 1 Woche haltbar.

Zutaten Quark-Sahne-Füllung: (für zwei Schichten)
500 g Quark
300 g Sahne
1 TL Walnussöl
1 TL Vanilleextrakt
2 Pkch. Sahnesteif
500 g Johannisbeeren und -rispen

Den Quark mit der Sahne, dem Öl und Vanilleextrakt und dem Sahnesteif verrühren und die Creme dann steif schlagen.

Den ersten Walnussboden auf ein Cakeboard mit etwas Creme befestigen. Nun Walnussboden mit dem Johannisbeer-Curd dünn bestreichen. Die Quark-Sahne-Creme mit Hilfe eines Spritzbeutels auf den Curd verteilen. Einen bisschen Rand frei lassen. Durch das Gewicht wird die Füllung noch ein wenig nach außen gedrückt. Auf die Quark-Sahne-Creme können jetzt beliebig viele Johannisbeeren verteilt werden.
Mit dem zweiten Boden ebenso verfahren und auf den ersten stapeln. Der dritte Boden wird final oben draufgesetzt. Etwas Quark-Sahne-Creme und Johannisbeeren können übrig bleiben und am Schluss zur Dekoration verwendet werden.

Torte 2: Limo-Kuchen mit Pistazienpudding, Frischkäse-Sahne-Creme und Erdbeeren (Ø 26cm)

Zutaten Teig:
(Teigmenge reicht für einen Boden, für Torte benötigt man dreifache Menge)
3 Eier
150 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
90 g Öl
110 g Limonade
185 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Zitrone

Die Eier gemeinsam mit dem Zucker, dem Vanilleextrakt und dem Salz in eine Schüssel geben und ca. 4-5 Minuten weißcremig aufschlagen. Bei niedriger Geschwindigkeit die Limonade und das Öl einrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und gemeinsam mit dem Saft und der Schale der Zitrone unter die Eiermasse rühren.

Den Teig nun in eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Springform (Ø 26cm) füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze im unteren Drittel für ca. 30-35 Minuten backen. Stäbchenprobe mit dem Zahnstocher nicht vergessen. Vollständig auskühlen lassen.

Für drei Böden, das ganze dreimal wiederholen.

Zutaten Pistazienpudding: (für zwei Böden)
200 g Milch
50 g Pistazien
100 g Sahne
20 g Zucker
30 g Stärke
1 Eigelb
200 g Schmand

Die Milch gemeinsam mit der Sahne, dem Zucker, der Stärke und dem Eigelb in einem Topf klümpchenfrei verrühren. Nun die Masse unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze erhitzen, bis der Pudding eingedickt ist. Einmal kurz aufkochen lassen und dann vom Herd ziehen. Schmand und die gemahlenen Pistazien unterrühren.

Zwei Limo-Böden mit einem Messer ca. 1cm tief aushöhlen und dabei einen 1-2cm Rand lassen. Den Pudding noch lauwarm in zwei Böden füllen und anschließend für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Zutaten Frischkäse-Sahne-Creme: (für zwei Schichten)
500 g Sahne
6,5 Pkch. Sahnesteif
250 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
1 TL Vanilleextrakt
125 g Puderzucker
1 kg Erdbeeren
25 g gehackte Pistazien

Die Sahne mit dem Sahnesteif, Frischkäse, Vanilleextrakt und Puderzucker verrühren und danach zur Creme steif aufschlagen.

Den ersten Limo-Boden auf ein Cakeboard mit etwas Creme befestigen. Nun auf die Limo-Böden mit Pistazienpudding die Frischkäse-Sahne-Creme verteilen. Dabei wieder einen Rand lassen, weil sich durch das Gewicht die Creme noch weiter ausdehnt.
Erdbeeren halbieren und auf die Creme verteilen. Gehackte Pistazien drüberstreuen.
Mit dem zweiten Boden ebenso verfahren und auf den ersten stapeln. Der dritte Boden wird nur final oben draufgelegt. Etwas Frischkäse-Sahne-Creme und Erdbeeren können übrigbleiben und am Schluss zur Dekoration verwendet werden.

Torte 3: Kokos-Buttermilch-Torte mit Mascarpone-Sahne-Creme, Himbeeren und Raffaello (Ø 30cm)

Zutaten Teig:
(Teigmenge reicht für einen Boden, für Torte benötigt man dreifache Menge)
500 g Buttermilch
300 g Zucker
560 g Mehl
3 Eier
160 g Kokosraspeln
1 Pck. Backpulver
1 Glas passierte Himbeer-Konfitüre

Buttermilch, Zucker und Eier verrühren. Mehl und Backpulver anschließend einrühren. Kokosraspeln unterheben.
Teig in eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Springform (Ø 30cm) geben und im vorgeheizten Backofen bei 190 °C Ober-/Unterhitze ca. 30 Min. im unteren Drittel backen. Stäbchenprobe mit dem Zahnstocher nicht vergessen. Abkühlen lassen.

Für drei Böden, das ganze dreimal wiederholen.

Zwei Böden mit Himbeer-Konfitüre bestreichen.

Zutaten Mascarpone-Sahne-Creme: (für zwei Schichten)
800 g Mascarpone
6,5 Pck. Sahnesteif
80 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
650 g Sahne
750 g Himbeeren
20 Raffaellos

Sahne mit 3,5 Pkch. Sahnesteif steif schlagen und kühl stellen. Mascarpone mit 3 Pkch. Sahnesteif, Puderzucker und Vanilleextrakt verrühren. Sahne unterheben.

Den ersten Kokos-Buttermilch-Boden auf ein Cakeboard mit etwas Creme befestigen. Die Mascarpone-Sahne-Creme mit Hilfe eines Spritzbeutels auf die Himbeer-Konfitüre verteilen. Auch hier wieder einen Rand lassen, weil sich durch das Gewicht die Creme noch weiter raus gequetscht wird.
Himbeeren und 10 Raffaellos verteilen. Mit dem zweiten Boden ebenso verfahren und auf den ersten stapeln. Der dritte Boden wird nur final oben draufgelegt. Etwas Mascarpone-Sahne-Creme und Himbeeren können übrigbleiben und am Schluss zur Dekoration verwendet werden.

Zur Stabilisierung der Torten habe ich in dem untersten und mittleren Boden jeweils vier kleine Holzstäbe versenkt und darauf die nächste Torte gestapelt. Die Stufen der einzelnen Torten habe ich mit der jeweiligen Creme gefüllt bzw. verteilt. Final habe ich dann die dreistöckige Hochzeitstorte üppig mit dem restlichen Beeren, Blumen & Glitzerschnee dekoriert.

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